Fremdenfeindlichkeit, gewalttätige Übergriffe von Rechtsextremen, Wahlerfolge rechtsextremer Parteien und jede Menge Stammtischparolen sind in Deutschland keine Seltenheit. Das gab uns den Anstoß, unser Projekt zu initiieren, um diesen Zuständen etwas entgegenzusetzen.
Dabei legten wir besonderen Wert auf eine Zusammenarbeit unterschiedlicher Partner an einem gemeinsamen Projekt. Verwirklicht wurde dieses zuerst im "Semperkreis" als einem lockeren Zusammenschluss verschiedener Jugendorganisationen in Sachsen. Dazu zählten die DGB-Jugend, die Jusos, die Naturfreundejugend, SJD - Die Falken sowie das Grüne Jugendbündnis. Daneben beteiligten sich von Beginn an zahlreiche Einzelpersonen an diesem Projekt. Diese Vielfalt ist die Basis der bisher erreichten Erfolge.
Im Februar 1999 erarbeiteten in einem ersten Seminar 30 interessierte junge Leute drei unterschiedliche antirassistische Projekttage. Während der ersten Testphase im April 1999 wurden 55 Projekttage an verschiedenen sächsischen Schulen durchgeführt und erprobt. Anschließend passten wir die Konzepte nochmals an und wir nahmen eine Staffelung der Projekttage nach Altersgruppen und Anforderungen vor.
Mittlerweile ist das Projekt gewachsen. Es sind viele weitere Partner in nunmehr 11 Bundesländern und sogar in Frankreich und Belgien dazu gekommen. 1.500 Ehrenamtliche haben bei uns eine Teamschulung mitgemacht, um Teamerinnen und Teamer der Projekttage zu werden. In über 7.500 Projekttagen konnten bisher mehr als 113.000 Schülerinnen und Schüler erreicht werden.

