„Netzwerk für Demokratie und Courage“ im Hans und Therese Krille-Haus (Baden-Württemberg)
Bild: Szene aus dem Projekttag
Dokumentiert: „Netzwerk für Demokratie und Courage“ im Hans und Therese Krille-Haus

Von: Tom Schreer

Vor Kurzem waren die Referenten Tom und Martin des „Netzwerks für Demokratie und Courage“ im Krillehaus zu Gast.

Einen Vormittag lang haben sich die Jugendlichen aktiv und engagiert am Programm beteiligt. Ausgehend von Bildern, welche die Jugendlichen im Spiel „Montagsmaler“ selbst gemalt haben, wurden die Bedeutungen der Begriffe Klischee, Vorurteile und Diskriminierung geklärt und schließlich deren Folgen gemeinsam erarbeitet.

Nachdem verschiedene Formen von Diskriminierung gesammelt wurden, wurde nach kurzer Diskussion klar, dass jede und jeder von Diskriminierung betroffen sein kann. Das eigene Verhalten wurde kritisch hinterfragt und thematisiert. Im Anschluss wurde auf die spezielle Form der Diskriminierung, den Rassismus genauer eingegangen. Rassistische Vorurteile wurden gemeinsam diskutiert und entkräftet, wobei erfreulicherweise hervorzuheben ist, dass hier wenige Vorurteile vorhanden waren, jedoch auch von eigenen teils heftigen Erfahrungen konnten die Jugendlichen berichten. Anschließend wurde ein Film zur Naziszene gezeigt. Dabei wurde deutlich, wohin Diskriminierung führen kann und wie notwendig es ist, bereits frühzeitig bei Ungerechtigkeiten einzugreifen. Martin und Tom konnten auch die lokale rechte Szene beleuchten, die derzeit auch in Karlsruhe sehr aktiv ist.

Im weiteren Verlauf des Tages stand das Thema Flucht und Migration auf dem Programm. In der Gruppe wurden verschiedene Gründe gesammelt, warum Menschen ihr Land verlassen. Schnell war klar, dass Flüchtlinge niemals freiwillig die Strapazen einer Flucht auf sich nehmen und diese an sich bereits sehr gefährlich ist. An dieser Stelle wurde ein weiterer Film gezeigt, der die Ängste und zahlreichen Vorurteile eines Teils der Bevölkerung zeigt. Die genannten Vorurteile konnten jedoch schnell teilweise von den Jugendlichen selbst entkräftet werden. Abgerundet wurde der Projekttag mit dem Aufzeigen von unterschiedlichen Möglichkeiten, selbst couragiert zu Handeln ohne sich dabei in Gefahr zu bringen.

Tom dazu: „Wir freuen uns, dass die Jugendlichen so aktiv an dem Tag teilgenommen haben. Uns ist sehr positiv aufgefallen, dass die jungen Menschen sehr empathisch auf die Flüchtlingssituation reagiert haben. Dabei spielten eigene Erfahrungen und Kontakte zu Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten und jetzt auch in der Nähe des Krillehauses untergebracht sind, eine große Rolle. Wir freuen uns, dass eine eindeutige Haltung gegen Ausgrenzung und Rassismus erkennbar war. Wir konnten in angenehmer und respektvoller Atmosphäre miteinander sprechen und alle konnten sich auf ihre Weise einbringen.“

Mit Hilfe von unterschiedlichen Methoden, Filmen, kleinen Spielen, Diskussionen und nicht zuletzt wegen der engagierten Teilnahme der Jugendlichen war der abwechslungsreiche Vormittag sehr gelungen und hat den Teilnehmenden und den beiden Teamenden sehr viel Spaß gemacht.

Quelle: Diakonisches Werk Karlsruhe


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