Pressemitteilung: Zivilcourage muss zum Unterricht gehören/ DGB-Jugend wertet Aufklärungsprojekt aus
2. Juli 2014
Pressemitteilung, 2. Juli 2014

DGB-Bezirk Berlin-Brandenburg / Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC)


Zivilcourage muss zum Unterricht gehören / DGB-Jugend wertet Aufklärungsprojekt aus.

Rechtsradikale verteilen CDs mit Hetzmusik auf Schulhöfen, Überfälle auf Migranten häufen sich, Hakenkreuzschmierereien an Hauswänden verunsichern die Bewohner: der alltägliche Rassismus hat leider viele Facetten. Der Virus des Rassismus vergiftet bereits die Gesellschaft, macht sie anfälliger für Intoleranz gegenüber Andersdenkenden, Migranten, Religionsgruppen. Das zerstört auf lange Sicht das Gemeinwesen. Auf allen gesellschaftlichen Ebenen muss gegengesteuert werden: in Elternhäusern, Schulen, Verbänden, Kirchen, Unternehmen, Gewerkschaften. Doro Zinke, Vorsitzende des DGB, Bezirk Berlin und Brandenburg, würdigte in diesem Zusammenhang die Antirassismus-Arbeit der DGB-Jugend als vorbildlich.

In seinem Bündnis der Vernunft verleiht der DGB alljährlich einen Preis für Zivilcourage und die DGB-Jugend präsentiert ihr Projekt „ Für Demokratie Courage zeigen“ in Berliner und Brandenburger Schulen, um für Pluralismus und demokratische Werte zu werben. Jetzt zog die DGB-Jugend eine positive Bilanz ihres Engagements, das sie unter dem Dach des Netzwerks für Demokratie und Courage betreibt. Dem bundesweiten Netzwerk gehören diverse Jugendverbände an wie die Katholische Jugend oder die Jusos, aber auch die AWO und Gewerkschaften. Mit Projekttagen und Seminaren an Schulen soll Zivilcourage vermittelt werden, Sozialkompetenzen gefördert und Solidarität mit den Opfern von Diskriminierung geübt werden. 2014 fanden in Berlin und Brandenburg bislang 46 Projekttage statt, die von 40 Teamerinnen und Teamern organisiert wurden: „Durch unsere Methoden und Zielgruppennähe heben wir uns klar vom Schulunterricht ab und bekommen einen besonderen Bezug zu den Schülerinnen und Schülern. In den Projekttagen können sie ihr Wissen überprüfen, ihre eigene Meinung ausbilden und couragiertes Handeln trainieren. Das ist besonders wichtig für alle von Diskriminierung und Rassismus Betroffenen.“

Das gesamte Netzwerk kam im 1. Halbjahr 2014 in elf Bundesländern auf über 580 Projekttage an verschiedenen Schultypen. Dass die Courage-Seminare Anklang finden, belegt auch eine Äußerung einer 10. Klässlerin aus Oranienburg: „Die Methoden waren alle gut und haben mir Mut gemacht. Ich wurde bestärkt, weiter gegen Rassismus zu kämpfen.“

Hier können Sie die Pressemitteilung herunterladen (PDF, 134KB).


Kontakt- und Ansprechperson:

Dieter Pienkny
Mediensprecher des DGB-Bezirk Berlin-Brandenburg
Tel. 030/21240-111

Miriam Bürger
Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC)
E-Mail: miriam.buerger@dgb.de
Tel. 030/21240-314

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