Pressemitteilung: Kürzungen beim Programm für Zivilcourage instinktlos
30. Juli 2014
Pressemitteilung, 30.7.2014

DGB Bezirk Berlin-Brandenburg


Kürzung beim Programm für Zivilcourage politisch instinktlos


Als politische Instinktlosigkeit und falsches Signal an alle gesellschaftlichen Kräfte wertet der DGB Überlegungen im Bundesjugendministerium, das neue Bundesprogramm „Demokratie leben“ von 50 Mio. € jährlich auf rd. 30 Mio. Euro zu kürzen. Aus dem Vorläuferprogramm bestreitet u.a. die DGB-Jugend Berlin und Brandenburg ihre Projekte zur Förderung von Zivilcourage an Schulen in der Region.

Allein in diesem Jahr wurden 64 Projekttage an 30 Schulen organisiert, um für demokratische Werte und eine pluralistische Gesellschaft zu werben. Dabei wird die Sozialkompetenz der SchülerInnen gefördert und über die Ursachen von Diskriminierung informiert. Die DGB-Jugend engagiert sich hier im bundesweiten Netzwerk für Demokratie und Courage, dem Jugendverbände wie die Katholische Jugend und auch die AWO angehören. Die Arbeit des gesamten Netzwerks ist durch den finanziellen Aderlass bedroht. Mit seinen Courage-Seminaren erreicht das Netzwerk im Durchschnitt 24.000 Schüler und Schülerinnen pro Jahr.

Die Vorsitzende des DGB, Bezirk Berlin und Brandenburg, Doro Zinke, verweist darauf, dass gerade die aktuellen kriegerischen Auseinandersetzungen in Nahost Rassismus und Antisemitismus wieder hochkochen lassen, wie die Ereignisse in Berlin zeigten. Pädagogische Arbeit im Rahmen der Förderung von Zivilcourage benötige Kontinuität und Verlässlichkeit. Projekte ließen sich nicht an- und ausknipsen je nach politischer Interessenlage. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, wie notwendig es sei, auf allen gesellschaftlichen Ebenen gegenzusteuern, um Rassismus und Rechtsradikalismus den Nährboden zu entziehen: in den Schulen, in Elternhäusern, Verbänden, am Arbeits-platz und auch in den Gewerkschaften. Der Virus des Rassismus und Antisemitismus vergifte bereits unsere Gesellschaft und mache sie anfälliger für Intoleranz gegenüber Andersdenkenden, Migranten und Religionsgruppen.

Hier können Sie die Pressemitteilung herunterladen (PDF, 130KB).


Kontakt- und Ansprechperson:

Bezirkspressestelle
PM 34/14
Dieter Pienkny , Mediensprecher
Tel. 030/ 21240-111

Für das NDC Berlin-Brandenburg:

Miriam Bürger
Tel. 030/ 21240-314
E-Mail: miriam.buerger@dgb.de



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