Aktionstag zum Thema Rechtsrock und menschenverachtende Einstellungen in Gießen
Am 08.05.2013 veranstaltete das Netzwerk für Demokratie und Courage Hessen in Gießen einen Aktionstag gegen menschenverachtende Einstellungen und Neonazismus.

Eingeleitet wurde der Aktionstag, dessen Schwerpunkt beim Thema Rechtsrock lag, mit dem Film „Blut muss fließen – Undercover unter Nazis“. Der Film zeigt die dokumentarische Arbeit von Thomas Kuban, der die Realität der rechten Musikszene auf Zelluloid bannte. Die Dokumentation leistet einen großen Beitrag dazu, die Gefahren, die von der extremen Rechten in Deutschland ausgehen deutlich zu machen. Mehr als 180 Morde durch Neonazis, seit 1990, sprechen eine erschreckend deutliche Sprache. Die Morde des NSU sind nur die Spitze des Eisbergs.
Darüber hinaus müssen alljährlich steigende Zahlen im Bereich rassistisch motivierter Gewalttaten ohne Todesfolge registriert werden.
Dass es sich bei all dem jedoch keineswegs nur um ein gesellschaftliches Randproblem handelt, muss in Anbetracht der alarmierenden Ergebnisse mehrerer wissenschaftlicher Studien, die auf die Verbreitung von menschenverachtenden Einstellungen in allen Teilen der Gesellschaft verweisen, konstatiert werden. Gerade die Studien der Friedrich-Ebert-Stiftung unterstreichen die Notwendigkeit von demokratischer Aufklärungs- und Präventionsarbeit. An diesen und weiteren Aspekten menschenverachtender Einstellungen setzte der Aktionstag, an dem drei Gießener Schulen teilnahmen, an.

Nach der Vorführung des Films „Blut muss fließen“ diskutierten die anwesenden SchülerInnen mit dem Regisseur des Films, Peter Ohlendorf und Sascha Schmidt, vom Netzwerk für Demokratie und Courage Hessen über den Film und ihre Erfahrungen mit Neonazis.  
In unterschiedlichen Workshops wurden die Inhalte des Films schließlich vertieft. Die ca. 100 Schülerinnen und Schüler konnten sich so mit der Ideologie der extremen Rechten und der Rolle und Wirkungsweise des Rechtsrocks intensiv auseinandersetzen. 

An einer zusätzlichen Filmvorführung am Abend des 8.5., nahmen ca. 120 Menschen teil. Die anschließende Diskussionsrunde, wiederum standen Peter Ohlendorf und Sascha Schmidt zum Gespräch bereit, dauerte bis in die späten Abendstunden.


Das NDC Hessen bedankt sich bei nachfolgenden Organisationen und Einzelpersonen für die Beteiligung und Unterstützung:


Katharina Müller (Organisation und Planung), Sportjugend Hessen, Aktives Museum Spiegelgasse Wiesbaden, Dr. Alexandra Kurth (Institut für Politikwissenschaft an der JLU Gießen), Arbeitsstelle Holocaustliteratur an der JLU Gießen, Ernst-Ludwig-Chambré Stiftung Gießen, Jugendzentrum Jokus Gießen, Xenos Projektstelle Gießen


Kontakt und Informationen
zur Arbeit des NDC Hessen:

Netzwerk für Demokratie und Courage
Landesnetzstelle Hessen
c/o DGB Jugend Südhessen
Rheinstraße 50
64283 Darmstadt

Tel.: 06151- 39 97 16
Fax: 06151 - 39 97 24
E-Mail: hessen(at)netzwerk-courage.de
http://www.netzwerk-courage.de/hessen

 


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