Große Anerkennung für die Arbeit des NDC Hessen – ein Rückblick auf das Jahr 2013
Das NDC setzte in Hessen 2013 die Projekttage A,B,C,S und Z um. Infos dazu hier.
21. Januar 2014
Große Anerkennung für die Arbeit des NDC Hessen – ein Rückblick auf das Jahr 2013

Mit 12 Projekttagen im Landkreis Vogelsberg ging Mitte Dezember 2013für das NDC Hessen ein abwechslungsreiches und erfolgreiches Jahr vorüber. Neben der erfreulichen Zahl von erneut fast 100 Projekttagen waren es zum einen die sehr vielfältigen Einsatzorte der NDC-Teams und die zunehmende Honorierung der Arbeit des NDC durch verschiedene Institutionen, die das Jahr kennzeichneten.


Begonnen hatte das Jahr zunächst mit einem kleinen Paukenschlag. Im Frühjahr erfuhren die Verantwortlichen des NDC, dass die Stadt Darmstadt das Netzwerk für dessen „vorbildlichen Einsatz gegen Rassismus“ mit dem Preis „Gesicht zeigen!“ ehren wolle. Der Preis „Gesicht zeigen!“ will alljährlich Engagement gegen Rassismus, Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Antiziganismus sichtbar machen und fördern. Im Rahmen der Preisverleihung, am 26. April, lobte Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch insbesondere das „hohe inhaltliche Niveau“ in der Präventionsarbeit des NDC.

Als Anerkennung der Arbeit kann auch die kontinuierliche Zusammenarbeit mit zahlreichen Schulen, die starke Anbindung an regionale Aktionsprogramme und die große Nachfrage von jungen Menschen zur ehrenamtlichen Mitarbeit gedeutet werden.
Neben der langjährigen Anbindung an die „Lokalen Aktionspläne“ (LAP) des Landkreis Vogelsberg, der Stadt Alsfeld und des Schwalm-Eder-Kreises (alle Teil des Bundesprogramms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“), wurde das NDC im Jahr 2013 auch in das Bundesprogramm Xenos der Landkreise Gießen und Wetterau sowie in das städtische Programm „Weltoffenes Darmstadt“ aufgenommen.
Die Teamschulung im März, die in der Sportbildungsstätte Wetzlar mit 18 Teilnehmenden stattfand, hätte aufgrund der großen Nachfrage auch dreifach besetzt werden können. Ein großer Dank geht an dieser Stelle an die Jusos Südhessen, die diese Grundausbildung der jungen NDC-Teamenden finanziell unterstützt hatten. „Leider sind wir noch immer auf solche Spenden und die finanzielle Unterstützung durch anfragende Schulen angewiesen“, so Sascha Schmidt (Landeskoordinator des NDC Hessen). „Wir hoffen jedoch, dass wir auch von der neuen Landesregierung irgendwann eine nennenswerte Anerkennung erfahren. Aufgrund unzureichender finanzieller Mittel müssen wir viele Anfragen von Schulen zurückweisen. Gleiches gilt leider auch für den Großteil der jungen Menschen, die sich bei uns ehrenamtlich engagieren wollen.

Zunehmendes Interesse an breitem Angebot des NDC

Als besonders erfreulich bewertet Sascha Schmidt das zunehmende Interesse an dem Projekttag „Was Barbie und Superman und vorgeben“ – zu den Themen Sexismus und Homophobie – und dem Erwachsenenfortbildungsmodul „Hinter der Fassade - Ein_Blick_e zu Diskriminierung und Neonazismus. „Wir freuen uns, dass die Diskriminierungsformen Sexismus und Homophobie offenbar immer häufiger als gesamtgesellschaftliches Problem wahrgenommen werden und Lehrkräfte und Schüler_innen, sich hier zunehmend klar positionieren. Sehr positiv bewerten wir zudem dass gestiegene Interesse an unserer Multiplikator_innenfortbildung. Denn gerade Lehrkräfte und Gruppenleiter_innen sollten das nötige Wissen im Kontext Neonazismus und menschenverachtende Einstellungen mitbringen. Sie sind es, die die alltägliche Ort vor Ort leisten und als erste gefragt sind.

Mit Ende des Schuljahres 2012/2013 endete im Sommer planmäßig die 2-jährige Zusammenarbeit mit dem Lokalen Aktionsplan des Schwalm-Eder-Kreises. Das NDC hatte im Rahmen des Projektes „Respekt- und Toleranzpass“, an dem 30 Schulen des Landkreises teilnahmen, den Projekttag „Was ist schon normal“ in Schulklassen der 5-7. Klassenstufen durchgeführt. „Wir wollten den Schüler_innen Mut machen, sich zu melden, sich zu beteiligen und sich gegen jede Form von Ausgrenzung zu stellen. Das ist uns in vielen Fällen gelungen“ resümierte Sandra Sattler vom NDC.

Kooperationspartner im Themenfeld Neonazismus

Einen thematischen Höhepunkt stellte am 08.05.13 der Aktionstag zum Thema Rechtsrock und menschenverachtende Einstellungen im städtischen Jugendzentrum Jokus in Gießen dar. An dem Aktionstag, an dem fünf Klassen aus dem Landkreis Gießen teilnehmen, folgte auf die Vorführung des Films „Blut muss fließen – Undercover unter Nazis“, die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Rechtsrock und Neonazismus. „Da Rechtsrock für Neonazis noch immer eine wichtige Funktion erfüllt, um junge Menschen an die Szene heranzuführen, wird das NDC auch in 2014, gemeinsam mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Aktionstage zu dieser Thematik durchführen“, so Schmidt.
Zwar richte sich der Schwerpunkt der Präventionsarbeit gegen Neonazismus, daher stehe die Unterstützung von Regionen wie dem Lumdatal an erster Stelle, so Schmidt weiter. Genauso wichtig sei es jedoch, präventiv gegen jede Form von menschenverachtenden Einstellungen vorzugehen und die Schüler_innen frühzeitig zu sensibilisieren. „Wenn junge Menschen erstmal in der rechten Szene fest integriert sind, ist es umso schwerer diese dort wieder heraus zu bekommen.


Weitere Informationen und Kontakt zum NDC Hessen:

 Netzwerk für Demokratie und Courage
 Landesnetzstelle Hessen
 c/o DGB Jugend Südhessen
 Rheinstraße 50
 64283 Darmstadt

Tel.: 06151- 39 97 16
Fax: 06151 - 39 97 24
E-Mail: hessen(at)netzwerk-courage.de

Ansprechpartner:
Sascha Schmidt


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