supported by – Angebote für Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage
Abstrakt war gestern – Werde konkret!

In Deutschland besuchen derzeit rund 350.000 Schülerinnen und Schüler an über 450 Schulen eine „Schule OHNE Rassismus - Schule MIT Courage“ (kurz: SOR-SMC). In einer Selbstverpflichtung erklären sie sich bereit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten und aktiv gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und insbesondere gegen Rassismus einzutreten. SOR-SMC ist damit eines der größten Schüler/innen-Netzwerke, in dem Kinder und Jugendliche aktiv und selbstbestimmt am Auf- und Ausbau der Zivilgesellschaft mitwirken.

Allerdings ist der Titel nicht mehr als eine leere Hülse, wenn er nicht mit Projekten, Aktivitäten und Initiativen gefüllt wird. Diese nachhaltigen und langfristigen Projekte sind abhängig von engagierten Schüler/innen und Lehrer/innen und somit kein „Selbstläufer“.

Zwei speziell für den „support“ von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage ausgebildete Teamer/innen des NDC in Rheinland-Pfalz führten im Rahmen des Modellprojekts mit Schüler/innen und ggf. dem/der zuständigen Ansprechpartner/in für SOR-SMC eine sogenannte Zukunftswerkstatt durch. Dadurch wurden Chancen, Bedürfnisse, Ideen, Ängste und Befürchtungen der Teilnehmenden frei geäußert und zu Tage gebracht. Dies ermöglichte die Beteiligung aller Betroffenen an zukünftigen Entscheidungen und der Realisierung von kommenden Projekten rund um den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Die Zukunftswerkstatt – eine Kreativ- und Komplexmethode

Die Zukunftswerkstatt besteht aus drei verschiedenen Phasen: der Kritikphase, der Utopiephase und der Umsetzungsphase.

I. Beschwerde- und Kritikphase
Bestimmung des Ist-Zustandes

II. Phantasie- und Utopiephase
Überwindung des Ist-Zustandes mit sozialer Phantasie und Kreativität (Wunschhorizont)

III. Verwirklichungs- und Praxisphase
Wunschhorizont mit Forderungen und Projektansätzen verdichten, Handlungspotentiale klären

Die Ziele und Merkmale einer Zukunftswerkstatt können wie folgt beschrieben werden:

• Die Zukunftswerkstatt versteht sich als Demokratisierungsinstrument, da alle Teilnehmenden aktiv an der Ausgestaltung des Kommenden beteiligt sind.
• Sie ist ganzheitlich, d. h. sie versucht eine Integration von Selbst- u. Gesellschaftsveränderung, Rationalität und Intuition, Intellektualität und Pragmatismus sowie Kognition und Emotion.
• Sie ist kreativ, da sie eine Methode des Planens, Entwerfens und Entwickelns ist, die die schöpferische Phantasie und den sozialen Erfindungsgeist der Beteiligten herausfordert.
• Sie ist kommunikativ, da sie eine Chance für die Beteiligten darstellt, ihre Bedürfnisse und Sehnsüchte, ihre Vorstellungen und Ideen, aber auch ihre Ängste und Befürchtungen frei zu äußern.
(vgl. Burrow, Neumann-Schönwetter 1995: Zukunftswerkstatt in Schule und Unterricht, S. 25).

Mit Hilfe von Prozess- und Projektbetreuung, methodisch vielfältigen Ansätzen, Elementen aus dem Projektmanagement wurden die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt im Laufe eines Schuljahres umgesetzt. In dieser Zeit sollten sich noch nicht vorhandene Arbeitsstrukturen für SOR-SMC bilden und identifizierte Abläufe und Projekte in Form eines Curriculums für nachhaltiges Arbeiten etablieren.


Zahlen beziehen sich auf alle online-evaluierten Veranstaltungen in Rheinland-Pfalz.
Aktuelle Termine 2019

Teamschulungen

23.02. - 01.03. TS-ABC
25.04. - 28.04. TS-T
07.10. - 13.10. TS-ABC
15.11. - 17.11. TS-I


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