Zwangsarbeit und KZ-Haft in Magdeburg - Eine Ausstellung
Die Wanderausstellung umfasst 9 Schautafeln.
Die Ausstellung

Die planmäßige Ausbeutung und die Vernichtung von Menschen im Nationalsozialismus werden gemeinhin mit Betrieben wie den IG Farben oder mit bekannten Konzentrationslagern wie Auschwitz und Buchenwald verbunden. Doch fanden Zwangsarbeit und KZ-Haft überall in Deutschland statt. Insgesamt existierten über 1.200 KZ-Außenlager in der Nähe kriegswirtschaftlich wichtiger Unternehmen sowie tausende weiterer Lager und Unterkünfte für ZwangsarbeiterInnen bei fast allen kommunalen, staatlichen und privatwirtschaftlichen Betrieben. So wurden auch in Magdeburg Menschen zur Arbeit in der Kriegswirtschaft gezwungen. Das Rüstungszentrum an der Elbe war für tausende ZwangsarbeiterInnen, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge ein Synonym für unendliches Leid und Tod.

Junge Menschen aus Magdeburg und Umgebung wollten die Orte der Grausamkeiten in der Stadt mit Adressen benennen und den Opfern ein Gesicht geben. Deshalb haben sie in Archiven geforscht, ZeitzeugInnen befragt und Fotos gemacht. Entstanden ist daraus die Ausstellung „Zwangsarbeit und KZ-Haft in Magdeburg“, in der 111 Orte in Magdeburg belegt sind, an denen ZwangsarbeiterInnen, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge leiden mussten. Einzelne Lager werden beispielhaft vorgestellt und ihre Rolle für die Stadt und das System des NS-Vernichtungsapparates aufgezeigt. Dabei kommen auch schmerzliche und verdrängte Wahrheiten für Teile der Magdeburger Bevölkerung an das Tageslicht.

Pädagogische Angebote

Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert und kann insbesondere von Schulen und Jugendeinrichtungen gebucht werden. Sie umfasst 9 Schautafeln und ist für Menschen ab einem Alter von 14 Jahren geeignet. Auf Wunsch begleiten wir die Ausstellung vor Ort pädagogisch. Hierfür stehen zwei Seminarformen für Schülerinnen und Schüler aber auch für Erwachsene zur Auswahl:

In einem 90minütigen Seminar werden die Teilnehmenden in die Themen Nationalsozialismus, Zwangsarbeit und KZ-Haft eingeführt. Im Anschluss erfolgt eine erläuternde Führung durch die Ausstellung. Am Ende des Seminars steht eine gemeinsame Diskussionsrunde, in der Fragen beantwortet werden und ein gemeinsamer Austausch über die Bezüge der Thematik zur Gegenwart stattfindet.

Alternativ hierzu bieten wir auch die inhaltliche Begleitung von Projekttagen bzw. –wochen zu den Themen der Ausstellung bzw. zum Thema Jugend im Nationalsozialismus an. Der Ablauf kann mit uns individuell abgesprochen werden.

Buchung und Informationen

Für Buchungswünsche und weitere Informationen zu Ausstellung und Projekttagen wenden Sie sich bitte an:

Netzwerk für Demokratie und Courage
Landesnetzstelle Sachsen-Anhalt
c/o Landesjugendwerk der AWO Sachsen-Anhalt e.V.
Schönebecker Straße 82-84
39104 Magdeburg
Tel.: 0391 - 520 93 731 und 0391 - 520 93 184
E-Mail: sachsen-anhalt(at)netzwerk-courage.de

Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt von: Netzwerk für Demokratie und Courage Sachsen-Anhalt e.V., Miteinander e.V., .lkj) Sachsen-Anhalt e.V.


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