Fortbildung zu Antiziganismus 27.-28.11.2020
Liebe Aktive und Interessierte,

hiermit laden wir Sie recht herzlich zu unserer Fortbildung zu Antiziganismus ein.

Als eine spezielle Form des Rassismus bezeichnet Antiziganismus die diskriminierende Abneigung bis hin zur Feindschaft gegenüber Menschen der Personengruppen der Sinti und Roma (gegendert: Sinti_zze und Rom_nja).

In Europa greifen die Bevölkerungsgruppen der Sinti_zze und Rom_nja auf eine über 600-jährige Geschichte zurück, welche geprägt ist von der diskriminierenden Fremdbezeichnung „Zigeuner“. So wurden sie über Jahrhunderte marginalisiert, ausgegrenzt und verfolgt, was im Völkermord (Porajmos) während des Nationalsozialismus gipfelte. Heute sind Sinti_zze und Rom_nja eine in der Bundesrepublik anerkannte nationale Minderheit, wenngleich auch die Geschichte des Antiziganismus bis in die Gegenwart verläuft und sich europaweit wieder immer öfter auch durch offene Gewalt äußert.


Programm
Das zweitägige Seminar soll helfen, Antiziganismus als Form von Rassismus zu erkennen sowie diesem pädagogisch begegnen zu können. Die Fortbildung geht der (Entstehungs-)Geschichte des Antiziganismus in Europa nach und untersucht die „Zigeunerbilder“ in ihren Funktionen und Auswirkungen, besonders auf von Antiziganismus betroffene Menschen.
Anhand derer werden praktische Angebote zur pädagogischen Vermittlung gemacht.


Die inhaltlichen Grundlagen thematisieren:
  • Rom_nja-Sprache und -Geschichte seit 1300 bis zur Gegenwart
  • Verfolgungsgeschichte, der Rom_nja-Holocaust (Porajmos), insbesondere aus Sicht von Überlebenden und der Widerstandsbewegung
  • Vorstellung des Methoden- und Praxishand-buchs des Projekts „Dikhen Amen“
  • Forumtheater: Einen antiziganistischen Vorfall sichtbar machen


Die Zielgruppe sind jugendliche und erwachsene Multiplikator_innen in der Jugend-, Bildungs- und Antidiskriminierungsarbeit.
Die Teilnehmendenzahl ist auf 15 Personen begrenzt.


Referentin: Éva Ádám (Amaro Drom)

Die Referentin Éva Ádám wurde in Budapest geboren und lebt seit 2015 in Berlin. Sie studierte Soziale Arbeit und Sozialpädagogik und arbeitete als Sozialarbeiterin und ungarische Sprachmittlerin mit Romnja-Sexarbeiterinnen sowie als Therapeutin mit drogenabhängigen Frauen.
Seit 2009 ist sie bei Amaro Drom als Teilnehmerin und als Freiwillige aktiv. Hauptamtlich arbeitet Éva Ádám seit 2017 als pädagogische Leiterin im Amaro Drom-Projekt “Dikhen amen! Seht uns!”.
Neben der Jugendarbeit leitet sie Workshops und Seminare zu den Themen Rassismus gegen Rom_nja und Sinti_zze, Rom_nja-Geschichte und Geschichte der Verfolgung.


Wann?
27.11.2020 (15:00 Uhr) bis 28.11.2020 (16:00 Uhr)


Wo genau?
DJH Jugendherberge Halle
Große Steinstraße 60
06108 Halle (Saale)


Der Teilnahmebeitrag
beträgt 10,00 €. Die Unterbringung erfolgt in Mehrbettzimmern. Die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Anreise werden übernommen. Sollte die Teilnahme an den Teilnahmegebühren scheitern, dann kontaktiert uns bitte.

Anmeldung bis spätestens zum 27.10.2020 an: sachsen-anhalt@netzwerk-courage.de oder Tel: 0391-520 93 184

Bitte gib folgende Informationen an:
Name, Vorname | Wohnort | Alter | Tätigkeit/Träger (oder sonstige Motivation) | E-Mail-Adresse


Nach der Anmeldung versenden wir eine Bestätigung sowie weitere Informationen.
Bitte überweise danach den entsprechenden Teilnahmebeitrag bis spätestens zum 27.10.2020 auf unser Konto:

Netzwerk für Demokratie und Courage
Sachsen-Anhalt e.V.
IBAN: DE94 8105 3272 0641 0569 82
BIC: NOLADE 21MDG
Betreff: Antiziganismus+Dein Name



Ausschlussklausel:
„Um die Veranstaltung in einer vertrauensvollen Atmosphäre durchführen zu können, behalten sich die Veranstalter:innen vor, Personen, die rechten Parteien oder Organisationen angehören, die einer Szene mit vergleichbar rechten Anschauungen zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.“

Weitere Informationen gibt es in unserem Flyer.


Die Fortbildung ist eine Kooperation zwischen:

Netzwerk für Demokratie und Courage Sachsen-Anhalt e.V.
c/o Landesjugendwerk der AWO Sachsen-Anhalt
Schönebecker Straße 82-84
39104 Magdeburg

Tel.: 0391 - 52093 -731 /-184
sachsen-anhalt@netzwerk-courage.de
Ansprechperson: Doreen Göller
www.netzwerk-courage.de/web/154.html

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.lkj) – Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V.
Brandenburger Straße 9
39104 Magdeburg

Tel.: 0391 – 2445172
perry.lukaszczyk@lkj-lsa.de
Ansprechperson: Perry Lukaszczyk
www.lkj-lsa.de


Gefördert wird die Fortbildung vom:

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des Bundesförderprogramms "Demokratie leben!" und des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt im Rahmen des Landesprogramms "#wirsinddasland Demomkratie.Vielfalt.Weltoffenheit." in Sachsen-Anhalt.




Zahlen beziehen sich auf alle online-evaluierten Veranstaltungen in Sachsen-Anhalt.
Aktuelle Termine 2020

Teamschulungen

22.09. - 27.09. TS-ABC

Weitere Termine

03.04. - 04.04. Fortbildung Antiziganismus - abgesagt
08.05. - 09.05. Argutraining Sexismus - abgesagt
27.05. - 01.06. Konzepterarbeitung PT D* - abgesagt
09.10. - 10.10. Workshop Klassismus
16.10. - 17.10. Argu-Training Sexismus
07.11. Argu-Training Antisemitismus
13.11. - 14.11. Argu-Training Stammtischparolen
27.11. - 28.11. Fortbildung Antiziganismus

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